Die Geschichte
Die erste industriell hergestellte Kondensmilch kam 1856 in den USA durch Gail Borden auf den Markt. Zehn Jahre später gründen zwei Amerikaner die Anglo-Swiss Condensed Milk Company in Zürich mit der Absicht, Kondensmilch insbesondere nach England zu exportieren. 1905 fusionierte die Gesellschaft mit der Nestlé S.A., 1977 blieb schließlich nur noch der Name Nestlé übrig.
In Deutschland rühmt sich Dresden, Herstellungsstadt der ersten industriell produzierten Kondensmilch zu sein. 1886 brachte dort die Pfund’s Molkerei die erste Dosenmilch auf den Markt.

Die Herstellung von Kaffeesahne in Portionspackungen begann ungefähr Anfang der 60er Jahre in einigen europäischen Ländern. In dieser Zeit versuchte die Verpackungsindustrie, neue Materialien für Joghurt- und Schlagsahnebecher und artverwandte Absatzmärkte zu finden. Als Deckel für die Becher aus Polyethylen bzw. Polypropylen wurde und wird noch heute Aluminium verwendet.

Die Produktion der Portionspackungen
Das Ausgangsmaterial der Deckel ist ein Aluminium-Rohband, das mit bis zu 8 Farben im Tiefdruckverfahren bedruckt wird. Die bedruckten Rollen werden an die Molkereien geliefert und dort auf Abfüllanlagen nach dem Formen und Füllen mit den Bechern versiegelt. Um die Kaffeemilch haltbar zu machen, muss sie vor oder nach dem Füllen thermisch behandelt werden. Die Unterschiede zwischen Kaffeesahne und Kondensmilch erfahren Sie hier.

Die Unterscheidung der Deckelformen
Sammler unterscheiden zwischen Einzeldeckeln, die es nur in der Gastronomie gibt, und so genannten "Riegel"-Deckeln, die im Lebensmittelhandel in 10er-Packungen erhältlich sind. Gesammelt werden die schlichten, nur mit Marken- und Herstellernamen bedruckten Deckel ebenso wie die mit bunten Motiven - Blumen, Tieren, Bauwerken, Reisezielen usw. - verzierten Verschlüsse.
Unterschiede sehen die Sammler auch in den verschiedenen Laschenformen wie spitz, rund, Tropfenform und ähnlich. Wir haben die häufigsten Formen für Sie einmal zusammengestellt.

Das Ablösen von Deckeln
Anfangs waren der Sammellust Grenzen gesteckt. Das Problem war, dass manche Deckel sich nicht vom Becher lösen ließen. Ein Schweizer Sammler fand die Lösung. Der Boden der Portionspackung wird abgeschnitten und der Deckel wird für mehrere Tage in ein Reinbenzinbad gelegt. Der Siegelkleber löst sich und der Deckel kann nun gewaschen, geglättet und in ein Album einsortiert werden. Tipps für das Ablösen erhalten Sie hier.

Für die Bearbeitung der Portionspackungen gibt es mittlerweile einiges Zubehör, das dem Sammler die Arbeit erheblich erleichtert: Kataloge, Alben, Köpfmaschine, Glättwalze.